FIF - Familie im Fokus
Angebote der Jugendhilfe müssen sich an den Entwicklungschancen von Jugendlichen und deren Familiensystemen ausrichten. Soll die Hilfeleistung für die Hilfenehmer wirkungsvoll und gleichzeitig für den Träger überschaubar gehalten werden, ist es notwendig, zu einem frühen Zeitpunkt einen umfassenden Einblick in das Familiensystem zu bekommen. Denn nur so ist die Palette an Anknüpfungspunkten systematisch zu erschließen. Darauf aufbauend müssen die geleisteten Hilfen dem individuellen Fall gerecht werden und weniger schematisch auf Situationen reagieren. Wichtig sind deshalb schnelle und intensive Formen von Hilfe und alltagsbegleitenden Maßnahmen. In jedem Fall muss die Hilfe dicht am Familiensystem orientiert sein. Ebenso sollte sie eine enge Anbindung an die vorhandenen örtlichen Beratungsstrukturen gewährleisten bzw. diese aktivieren und integrieren.
In einem abgestimmten Hilfenetz mit diesen Paradigmen ist es wichtig …
- die nutzbaren Ressourcen der Familienmitglieder in den Fokus zu nehmen und ihre Ziele und Möglichkeiten zum Ausgangspunkt für die Nachhaltigkeit der geleisteten Hilfe zu machen,
- die Hilfe in weitaus mehr Fällen, als es die gängige Praxis ist, in und an den Systemen zu leisten und damit Unterbringungen zu vermeiden,
- eine stärkere Einbindung der Einzelfallhilfen an die bereits etablierten Hilfesysteme zu gewährleisten,
- den Hilfeprozess in vielen Fällen durch das konzentrierte Vorgehen zu verdichten und Entwicklungs- und damit auch Hilfe- und Finanzierungszeiträume zu verkürzen.
Hier finden Sie detailiertere Projektinformationen.
Die Projektleitung liegt in den Händen von Michael Erpenbach und Siggi Gleich.
Zum Team gehören außerdem ...
Karin Cristiano, Miriam Rück, Sabine Rief, Mark Kröner, und Susanne Holzlöhner.
