Jugendarbeit
Was in Lindau begann hat sich entlang des Bodensees über Kressbronn bis nach Meersburg und Hagnau erfolgreich weiterentwickelt: Offene Jugendarbeit in Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Synergie Soziale Bildung als freien Träger.
Die aktuellen Standorte entlang des nördlichen Bodenseeufers
Drei Konzepte - drei Blickwinkel auf das gleiche Thema ...
Trotz der Vergleichbarkeit der Zielgruppen ist deswegen keines unserer Projekte wie das andere, sondern jede Partnerschaft ein an den Bedürfnissen der Kommunen maßgeschneidertes Modell. Das ist das Ziel, welches Robert Pakleppa mit seinen Projekten verfolgt.
Die Jugendarbeit der Stadt Lindau
Das Team mit Patrizia Fedhila, Pino Cristiano und Markus Roos, ergänzt durch PraktikantInnen, trägt hier verantwortlich nicht nur die Öffnungszeiten der zwei stadtteilbezogenen Lindauer Jugendtreffs „X-tra“ und „Fresh“und die Begleitung der Fun-Sportanlagen wie Skater- und Dirtbikebahn. Daneben steht das Thema „Jugendbeteiligung“ in Lindau im Fokus: Ein regelmäßiges Jugendforum setzt Impulse und bringt selbstverantwortete Jugendprojekte an den Start. Darüber hinaus kooperiert des Team mit örtlichen Initiativen und bindet sich bewusst in wichtige auch traditionelle geprägte Veranstaltungen im Lindauer Umfeld ein – beispielsweise mit Themen wie Alkoholprävention. So ist seit 2004 eine verlässliche Angebotsstruktur entstanden, die das zentrale Ziel der Stadt – eine qualitativ hochwertige Kontinuität für die Jugendlichen - einlöst.
Die Schul- und Jugendsozialarbeit am Perkschulzentrum in Kressbronn
Die östlichste Baden-Württembergische Bodenseegemeinde hatte bereits die Notwendigkeit für eine vielschichtige Angebotsstruktur in Sachen Jugend in Form einer Jugendkoordinationsstelle Rechnung getragen, als 2004 eine Neubesetzung notwendig wurde. Einher ging sie mit dem Anspruch, das Angebot zu differenzieren, Personalkontinuität aufzubauen und gleichzeitig Ehrenamtlichkeit zu fördern. Aus der ursprünglich kombinierten Stelle, die auch die Jugendarbeit umfasste, ist jetzt einerweiterter Auftrag für das Parkschulzentrum erwachsen. Unser Mitarbeiter Markus Roos begleitet als Schulsozialarbeiter in dem zum Schuljahr 2009/2010 unter einer Schulleitung geführtem Parkschulszentrum die SchülerInnen, Eltern sowie das Kollegium der Grund-, Haupt- und Realschule. Neben Beratungsangeboten und speziellen Kursangeboten engagiert sich der Schulsozialarbeiter weiter beim Ausbau eines engmaschigen Präventionsnetzes, das Kinder, Jugendliche und Familien bei Bedarf in Kressbronn frühzeitig unterstützen kann. Untsrtützt wird er dabei durch unser beratendes und begleitendes Team und ist projektbezogen Standortübergeifend vernetzt. Markus Roos kann bei alle dem auf die gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Jugendhilfestrukturen rund um den Familientreff und den Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) des zuständigen Friedrichshafener Jugendamtes bauen.
Die interkommunale Jugendarbeit in den Gemeinden Meersburg und Hagnau
Seit Herbst 2007 gehen Meersburg und Hagnau in Sachen Jugendarbeit gemeinsame Wege. Die Anforderungen, denen sich die beiden Gemeinden gegenüber sehen, im Ausbau eines erweiterten Jugendangebotes, können sie gemeinsam effektiver erfüllen. Durch die Kooperation ist es möglich geworden eine verlässliche Personalstruktur zu schaffen und trotz sehr unterschiedlicher Ausgangspositionen Synergieeffekte auch bereits in der konzeptionellen Arbeit zu erzielen. Zukunftsweisend ist dabei sicherlich, dass Gemeinden in dieser Größe sich gemeinsam in Sachen Jugendarbeit auf den Weg gemacht haben. Auf lange Sicht kann sich die Region so als umfassenderer Sozialraum für die Jugendlichen entwickeln. Andreas Bauer ist als Jugendarbeiter für das interkommunale Projekt verantwortlich.
Unterm Strich
Dabei ist es politisch verständlicherweise nicht unumstritten, diese zentrale Aufgabe kommunaler Sozialplanung und Sozialpolitik in der Umsetzung einer „Firma“ anzuvertrauen. Dennoch überwiegen die Vorteile, denn diese Form des Outsourcing steht für:
- Personalstabilität
- Prozesskontinuität
- ein überregionales Fachteam, das den Ausgangspunkt für Qualitätssicherung und gemeinsame Konzeptfortschreibung bildet
- die kontinuierliche Vernetzung der Jugendarbeit mit den örtlichen Strukturen wie Schulen, Jugendhilfe, Beratungsstellen, anderen ortsansässigen Trägern, etc.
- die dauerhafte Einbindung der Jugendarbeit in die sozialräumlichen und sozialplanerischen Prozesse in den Gemeinden sowie in der jeweiligen Region
- Beteiligungsprozesse, an denen Jugendliche und Bürger zur Mitgestaltung eingeladen sind und die die Basis für eine breite Akzeptanz der Jugendarbeit im Gemeinwesen legen.
Vor allem aber ...
... kontinuierliche gemeinsame Konzeptentwicklung mit den für Jugendarbeit wesentlichen Menschen in den Kommunen - und das von Anfang an.

